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Meditation

Geführt oder still: Welche Meditation zu Dir passt

Meditation ist kein einzelnes Verfahren, sondern eine Familie. Manche Formen führen Dich Wort für Wort, andere lassen Dich allein mit dem Atem. Welche Arten es gibt, wofür sie gut sind und woran Du merkst, welche zu Dir passt. Spoiler: Es darf mehr als eine sein.

Paulina Thurm6 Min. Lesezeit
Geführt oder still: Welche Meditation zu Dir passt

Geführte Meditation: Eine Stimme übernimmt den Rahmen

Bei einer geführten Meditation spricht Dich eine Stimme durch die Übung: Sie sagt Dir, wohin Du die Aufmerksamkeit richtest, erinnert Dich ans Zurückkommen und beendet die Einheit. Du musst nichts wissen und nichts entscheiden. Das macht sie zum leichtesten Einstieg und zur besten Wahl an Tagen, an denen Du zu müde oder zu aufgewühlt bist, um Dich selbst zu führen.

Geführte Meditationen können sehr unterschiedlich sein: sachlich und knapp, warm und bildreich, mit Musik oder ohne. Es lohnt sich, mehrere Stimmen auszuprobieren. Eine Stimme, die Dich beruhigt, ist wichtiger als jede Technik. Wenn Dich eine nervt, liegt das nicht an Dir, sondern an der Passung.

Stille Meditation: Du bist Deine eigene Führung

In der stillen Meditation gibt es keine Stimme. Du wählst einen Anker, meist den Atem, und kehrst immer wieder zu ihm zurück. Sie ist schlichter und zugleich anspruchsvoller: Ohne Erinnerung von außen dauert es länger, bis Du merkst, dass Du abgeschweift bist.

Dafür trägt sie weiter. Wer still meditieren kann, braucht nichts außer sich selbst und kann überall üben: im Wartezimmer, im Zug, am Fenster. Viele wechseln nach einigen Wochen mit geführten Meditationen in die Stille, oft zuerst gemischt: eine kurze Anleitung am Anfang, dann Ruhe, dann ein Ton zum Schluss.

Atemmeditation, Bodyscan, Fantasiereise: Die häufigsten Formen

Die Atemmeditation ist die Grundform: Aufmerksamkeit auf den Atem, zurückkehren, wiederholen. Sie ist nüchtern und wirkt direkt auf das Nervensystem, besonders wenn Du dabei langsam ausatmest.

Der Bodyscan wandert durch den Körper, von den Füßen bis zum Kopf, und löst Spannung dort, wo Du sie gar nicht bemerkt hattest. Er ist ideal im Liegen und am Abend. Die Fantasiereise arbeitet mit inneren Bildern: ein Weg, ein Ort, eine Szene. Sie ist die sanfteste Form, weil sie dem Kopf etwas zu tun gibt, statt ihn zur Stille zu zwingen. Dazu kommen Meditationen mit Sätzen, oft Affirmationen genannt, und Formen wie die Metta-Meditation, die Wohlwollen für sich und andere übt.

Welche Form wofür

Für den Einstieg: geführt und kurz, am besten Atem oder Bodyscan. Für akute Anspannung: Atemmeditation mit betonter Ausatmung, weil sie den Körper am schnellsten erreicht. Für den Abend und zum Einschlafen: Bodyscan oder Fantasiereise, gern länger und im Liegen. Für einen aufgewühlten Kopf, der nichts loslässt: eine Fantasiereise, weil sie den Gedanken eine Spur gibt, statt gegen sie zu arbeiten.

Für Selbstkritik und harte innere Töne: Metta oder Meditationen mit freundlichen Sätzen. Und für unterwegs, wenn Du geübt bist: still, mit dem Atem, drei Minuten reichen. Du musst Dich nicht für eine Form entscheiden. Die meisten Menschen bauen sich mit der Zeit ein kleines Repertoire für unterschiedliche Tage.

Woran Du merkst, dass es passt

Nicht daran, wie tief Du während der Meditation entspannst. Sondern daran, ob Du am nächsten Tag wieder Lust hast. Eine Form, die Du gern machst, wirkt besser als die "eigentlich richtige", die Du vermeidest. Achte auch auf den Körper: Bei manchen steigt in völliger Stille die Unruhe, bei anderen stört jede Stimme. Beides ist in Ordnung und beides ist ein Hinweis.

Gib jeder Form ein paar Versuche, nicht nur einen. Die erste Fantasiereise fühlt sich vielleicht albern an, die dritte trägt Dich in den Schlaf. Und wenn Du gerade erst anfängst, starte mit dem, was am wenigsten Entscheidungen verlangt: geführt, kurz, im Sitzen.

Ein Ort, an dem alle Formen liegen

Der größte Vorteil einer Sammlung: Du musst Dich nicht vorher festlegen. An einem Tag brauchst Du drei Minuten Atem, am nächsten eine lange Reise, am Abend eine Geschichte. Wenn alles an einem Ort liegt, nimmst Du einfach, was der Tag verlangt.

Im House of Peace findest Du geführte Meditationen, Atemübungen, Bodyscans, Fantasiereisen, Affirmationen und Einschlafgeschichten, gesprochen von Paulina Thurm und weiteren echten Stimmen. Über 600 Audios, sortiert nach dem, was Du gerade brauchst.

Paulina Thurm
Meditationslehrerin, Autorin & Gründerin des House of Peace

Paulina Thurm ist Autorin ("Kleine Meditationen für jede Gelegenheit") und Host des Podcasts "Meditation für jeden Tag", der über 30 Millionen Mal gehört wurde. Im House of Peace begleitet sie Dich mit über 600 Audios durch Deinen Alltag.

Finde die Form, die zu Dir passt

Im House of Peace liegen alle Formen an einem Ort: Atemmeditationen, Bodyscans, Fantasiereisen, Affirmationen und Einschlafgeschichten. Hör kostenlos rein und probier aus, was Dich trägt.

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